. . .

Info-Spaziergang – „Erhaltung des Waldparks gemäß seiner historischen Idee“

Begrüßung der Teilnehmer Am 19. Januar 2013 veranstaltete die Bürgerinitiative Waldpark Skiwiese einen Spaziergang zum Thema „Erhaltung des Waldparks gemäß seiner historischen Idee“.
Eingeladen waren Stadtverordnete, Bürgermeister und Bürger Bad Nauheims.

Am frühen Nachmittag konnte der Sprecher der BI, Hartmut Backhaus, über dreißig Interessierte begrüßen.

Zu Beginn des Spaziergangs wurden die Teilnehmer über die Geschichte des Waldparks informiert. Schon hier fand ein interessanter Austausch über Erinnerungen, Literatur und Bildnachweise statt.

Während des Spaziergangs wurden Informationen über Aufbau und planerische Aspekte des Wegesystems vermittelt.

Die Planer des Waldparks führten den Wanderer über harmonisch in die Landschaft eingebettete Wege zu besonderen Aussichtspunkten.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt über das Ausmaß des Holzeinschlags in diesem Winter.
Einigen der Politiker wurde erst jetzt bewusst, worüber sie im Rathaus entschieden haben.
Der Tenor: „Wenn ich das gewusst hätte …“

Besichtigung des Ergebnisses des HolzeinschlagsWald nach dem Holzeinschlag

Das Bild zeigt einen kleinen Ausschnitt der Fläche, auf der über 30 ca. hundertjährige Lärchen gefällt wurden. Eine Lichtung ist entstanden.
Damit wurde an dieser Stelle ein unumkehrbarer Veränderungsprozess des Waldes eingeleitet.

Diese Lärchen sind offenbar aus wirtschaftlichen Gründen gefällt worden. Unser Waldpark ist aber als Erholungswald und Kulturdenkmal ausgewiesen. Wirtschaftliche Aspekte dürfen nicht im Vordergrund stehen.

Holzrücken mit dem Rückepferd Seit einigen Jahren werden im Bad Nauheimer Wald Rückepferde für den Transport der geschlagenen Stämme eingesetzt.
Im Prinzip ist dieses bodenschonende Verfahren, das in Kombination mit einem Forwarder (Transportmaschine) „Kölner Verfahren“ genannt wird, positiv zu bewerten.
Im Falle der relativ schmalen historischen Wege im Bad Nauheimer Waldpark ist die eingesetzte Maschine überdimensioniert. Ihr Leergewicht von ca. 17t bei einer Breite von ca. 250 cm können die befahrenen Wege nicht tragen.

Die Teilnehmer konnten sich von Geschick und Leistungsfähigkeit eines flämischen Kaltblutpferdes, welches von Herrn Zauner geleitet wurde, überzeugen.

Dieser Weg ist zu schmal für den eingesetzten ForwarderWeg an der Herfurth-Ruh nach der „Sanierung“

Dieser Weg ist zu schmal für den eingesetzten Forwarder.

Die Waldparkwege an die Größen der Maschinen anzupassen würde das Bild des Waldparks grundlegend verändern.
Ein Negativbeispiel hierfür stellt der Weg vor der Herfurth-Ruh dar. Statt ca. 2 m mißt der Weg hier nun ca. 3 m Breite. Der Schnee überdeckt auf dem Bild den tief und steil gezogenen Graben.
Die gut erhaltene Basaltpflasterung der nah gelegenen Wegekreuzung wurde bei der „Sanierung“ des Weges nach den letztjährigen Forstarbeiten mit Schotter überdeckt.

Angeregte Gespräche nach dem Informations-Spaziergang Nach dem 90-minütigen Spaziergang durch den verschneiten Waldpark bedankte sich Hartmut Backhaus für das zahlreiche Erscheinen und das Interesse und lud die Teilnehmer noch zu heißen Getränken und einem leckeren Imbiss in die Weber-Hütte ein.
Dort fanden noch zahlreiche interessante Gespräche und ein reger Gedankenaustausch statt.