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Aktuelles 2012

Holzeinschlag im Winter 2012/2013

Vorbehalte der BI Waldpark Skiwiese zum geplanten Holzeinschlag

14.09.2012 – Der Holzeinschlag in Abt. 403/B1 betrifft in großem Umfang die dortigen ca. 35–40 m hohen Lärchen. Die Bürgerinitiative Waldpark Skiwiese (BI) kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hierfür vor allem wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen, da der Marktpreis für Lärche zur Zeit sehr gut ist.

Mit der Pflanzung der Lärchen vor ca. 100 Jahren verfolgten die Erbauer des Waldparks waldästhetische Gestaltungsziele, deren Erfolg noch heute sichtbar ist. Die Lärchen sind im Frühjahr durch ihre frischgrünen jungen und im Herbst durch die leuchtend goldgelben Nadeln von Westen her im ansteigenden Gelände zum Johannisberg und vor den im Hintergrund höher stehenden Douglasien weithin sichtbar.

In der Vergangenheit sind bereits einige dieser Riesen gefallen. Der gestalterische Aspekt, der hinter der Pflanzung in der Vergangenheit steckte, wird durch die neuerlichen Fällungen verloren gehen.

Es sollte bei den jährlichen Holzeinschlägen immer eine Kosten-Nutzen-Rechnung erstellt werden. Der zu erwartende Ertrag durch Holzverkauf sollte den Kosten für eine Grundsanierung oder einen Neubau der Transportwege gegenübergestellt werden. Auch wäre hier zu überlegen, ob zu lange Stämme, die einen komplizierten oder kostenintensiven Transport verursachten, in kleinere Schnittlängen gekürzt werden, die dann auch leichter von den Rückepferden gezogen werden könnten. Die BI ist sich sicher, dass es Alternativen zum Umbau der Wanderwege gibt, die auch helfen, Kosten einzusparen.

Unser Waldpark ist vom Stadtparlament und im Flächennutzungsplan als Erholungswald klassifiziert worden und nicht als Wirtschaftswald.

Er besitzt als Kulturdenkmal Ensembleschutz. Forstliche und jedwede andere Eingriffe, die das Erscheinungsbild des Waldparks negativ beeinflussen und verändern könnten, müssen unterbleiben. Hierzu zählen auch Eingriffe, die die Wege betreffen. Denn das vorhandene Wegenetz ist ein unverzichtbares gestalterische Element dieses in der Periode des Jugendstils entstandenen Waldparks.

Die Vielgestaltigkeit des Waldes in der Fläche, die bunte Mischung der Bäume und Sträucher an den Waldrändern und Wegen, Solitärbäume an Wegekreuzungen, Alleen von Linden und Eschen im und Oberhalb des Donnersgrabens hatten das Ziel, die Sinne der Menschen zu beflügeln und über das Glück, diese Natur zu erfahren, zur Gesundung beizutragen.

Bad Nauheim besitzt mit Trinkuranlage und Sprudelhof die größte Jugendstilanlage Europas. Bad Nauheim verfügt mit dem Kurpark über einen über die Grenzen Hessens bekannten Landschaftspark, durch Siesmayer geschaffen. Bad Nauheim ist von den Waldteichen bis zum Golfplatz vom Waldpark eingerahmt, der als Erweiterung des Kurparks angelegt wurde und in seiner Gesamterscheinung unverzichtbar für die Gesundheitsstadt Bad Nauheim ist.

Dies alles gilt es zu erhalten.

Sommerfestplakat 2012 23.06.2012 – Sommerfest

Am Samstag, 23. Juni 2012 veranstaltet die BI Waldpark Skiwiese ihr diesjähriges Sommerfest.

Ab 16:00 Uhr gibt es an der Wilbrandt-Hütte im denkmalgeschützten Waldpark Skiwiese Kaffee und Kuchen, Apfelwein und Brezeln sowie aktuelle Informationen zur Bürgerinitiative Waldpark Skiwiese und ihren vielfältigen Aktivitäten rund um die Skiwiese.

Für die Kinder bieten wir an: Basteln mit Materialien aus dem Wald.
Für alle Interessierten gibt es die Möglichkeit, an einem kleinen Spaziergang um die obere Skiwiese mit den dortigen Aussichtshütten, darunter der dieses Jahr von der BI instandgesetzten Else-Ruh teilzunehmen.

31.05.2012 – Reinigung der Bänke (Fortsetzung) – fällt aus wegen Regens!

Am Donnerstag, 31. Mai 2012, ab 19:00 Uhr wollen wir die Reinigung der von uns betreuten Bänke im oberen Bereich der Skiwiese fortsetzen und dabei auch wieder die neben und unter den Bänken wachsenden Pflanzen mähen.
Die Aktiven der BI Waldpark Skiwiese freuen sich dabei wie immer über Unterstützung!
Treffpunkt ist um 19:00 Uhr an der Skiwiese zwischen Skulpturenpark und Mammutbaum beim Schild „Waldpark Skiwiese“.

24.05.2012 – Reinigung der Bänke

Am Donnerstag, 24. Mai 2012, ab 19:00 Uhr wollen wir die von uns betreuten Bänke rund um die Skiwiese säubern und die unter und neben den Bänken wachsenden Pflanzen mähen.
Die Aktiven der BI Waldpark Skiwiese freuen sich dabei über Unterstützung!
Treffpunkt ist um 19:00 Uhr am Geilfus-Stein.

Plakat botanische Exkursion 13.05.2012 – Botanische Exkursion:
„Auswirkungen unterschiedlicher Bewirtschaftung von Wiesen
– Veränderung der Pflanzengesellschaften“

Wir laden im Rahmen der 7. Hessischen Naturschutz-Erlebnistage zu einer botanischen Exkursion über die Skiwiese ein.

Pflanzen können Standortbedingungen sehr genau anzeigen, so Bodenfeuchtigkeit, Nährstoffsituation, Düngereintrag, Schnitthäufigkeit, Bodenverdichtung usw.
Der Schwerpunkt der Exkursion werden die Auswirkungen verschiedener Bewirtschaftungsformen und -intensitäten auf die an einem Standort vorkommenden Pflanzengesellschaften sein.


Sonntag, 13. Mai 2012, 10:00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz oberhalb des Eisstadions, Nördlicher Park
Leitung: Dr. Stefan Nawrath
Dauer: ca. 2 Stunden

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

26.04.2012 – Mitgliederversammlung

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Waldpark Skiwiese findet am Donnerstag, 26. April 2012 um 20:00 Uhr im kleinen Saal der Gaststätte Sportheim, Hauptstraße 102, Bad Nauheim, statt.

Wegezerstörung und Baumbeschädigungen durch Rückemaschinen

05.03.2012 – Die Holzernte im Waldpark Skiwiese wird in diesem Jahr nach dem Kölner Verfahren durchgeführt.
Bei diesem Verfahren werden die gefällten Stämme zwischen den Rückegassen im Wald mit dem Pferd an die Rückegasse oder die Fahrstraße vorgerückt. Dort lädt der Forwarder die Stämme mit dem Ladekran auf und transportiert sie an den Polterplatz, von dem sie später mit Lastwagen abgeholt werden.

Dieses Verfahren hat das Ziel, bei auf mindestens 40 m vergrößertem Rückegassenabstand (im Bad Nauheimer Wald sind es bis zu 80 m), die von Maschinen befahrene Waldfläche zu verringern und den Waldboden zu schonen. Die Rückepferde verursachen bei ihrer Arbeit keinerlei Bodenverdichtung und bei sorgfältiger und professioneller Arbeit des Holzrückers auch keine Schäden an den Bäumen.

Die BI hatte in den vergangenen Jahren den Einsatz der großen Forstmaschinen im Waldpark kritisiert und die Boden- und Wegezerstörung öffentlich gemacht.
Nach unserer Info-Veranstaltung 2009 über den Einsatz von Rückepferden im Wald hatte die Firma Hessenforst als Dienstleistungsunternehmen für die Entwicklung und Erhaltung des Waldes und die Vermarktung des Holzes in diesem Jahr im Waldpark erstmals Pferde arbeiten lassen.
Das Ergebnis diser Arbeit ist überaus positiv. Es sind keinerlei Schäden an den Bäumen entstanden, der Waldboden ist nicht negativ beeinträchtigt worden.

Die auf den Bildern zu sehenden Schäden an den Bäumen und den Wegen sind einzig auf den Einsatz der übergroßen Transportmaschinen zurückzuführen. Die eingestzten Maschinen sind für die vorhandenen, historischen Wege viel zu breit und zu schwer.

Wegeschäden durch RückemaschinenWegeschäden durch RückemaschinenWegeschäden durch RückemaschinenRückeschlepper im Wald

Es ist nicht zu verstehen, warum die Transportarbeiten nicht in der Zeit des strengsten Frostes durchgeführt wurden. Die Bäume waren zu diesem Zeitpunkt bereits gefällt.

Stammschäden durch HolzlagerungStammschäden durch HolzlagerungStammschäden durch HolzlagerungStammschäden durch Holzlagerung(4)

Die Lagerung der Stämme an den Polterplätzen geschieht wieder in der Art, dass man stehengebliebene Bäume rechts und links der Polter als Stützen missbraucht, wodurch diese beschädigt werden.
Diese Praxis wird von der BI bereits seit Jahren kritisiert. Bei einem Runder-Tisch-Treffen wurde von Hessenforst versprochen, dass dies in Zukunft nicht mehr geschehen solle.

Stammschäden durch HolzrueckungStammschäden durch HolzrueckungStammschäden durch Holzrueckung

Die gezeigten Bilder sind leider nur eine kleine Auswahl der durch den Maschineneinsatz entstandenen Schäden.
Die BI wird beim nächsten Runden Tisch in zwei Wochen erneut die Probleme ansprechen und versuchen etwas zu ändern.