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Biene, Fliege und Schmetterling sterben leise
Was wir gegen das Insektensterben tun können

 
Die einzigen, die es vielleicht freuen könnte, sind die Autofahrer
deren Windschutzscheiben nun länger sauber bleiben. Alle anderen
sollten aufhorchen: Das Insektensterben bedroht die Biodiversität
und damit indirekt uns selbst!
Gemessen an ihrer Biomasse sind in den letzten Jahren etwa 75
Prozent der Fluginsekten verschwunden. Der langsame Untergang –
nicht nur an Zahl, sondern auch an Arten – ndet in aller Stille statt.
Weniger Insekten heißt aber weniger Leistung bei der Bestäubung
von P anzen. Betro en sind auch P anzen, die Grundlage unserer
Ernährung sind wie Äpfel, Karotten, Zucchini und Brokkoli. Weniger
Insekten bedeutet darüber hinaus weniger Nahrung für Vögel. Viele
Vogelarten, die ohnehin schon unter der Zerstörung ihres Habitats
leiden, bekommen bei weiterem Versiegen ihrer Nahrungsquelle
Probleme, genügend Nachwuchs aufzuziehen.

Die Ursachen des Insektensterbens sind vielfältig und werden
derzeit auf politischer Ebene kontrovers diskutiert. Was aber können
wir selber dagegen tun? Einen großen Beitrag leistet die
naturgerechte Anlage und P ege artenreicher und blütenbunter
Rasen- und Wiesen ächen. Wie das gehen kann und wie wir dabei
helfen können, zeigt Dr. Stefan Nawrath bei einer naturkundlichen
Wanderung am 28.05.2021 um 18:00 Uhr. Die Wanderung ndet in
Zusammenarbeit mit der „Bürgerinitiative Waldpark Skiwiese e.V.“
statt. Tre punkt ist der Platz vor dem Restaurant Teichhaus unter
den Platanen.
Dr. Stefan Nawrath erläutert anhand unterschiedlich gep egter und
angelegter Grün ächen im Kurpark und der Skiwiese die
biologischen Zusammenhänge und stellt die für Insekten
wertgebenden P anzenarten vor. Außerdem zeigt er auf, wie aus
einem sauber gemähten Rasen eine Blumenwiese werden kann.
Insekten brauchen Vielfalt, keine getrimmten Rasen ächen, akkurat
gestutzte Buchshecken, Geranien in Kübeln, Schottergärten, etc.
Wenn es im Garten ein bisschen wild und unordentlich ist, nden
Insekten und Vögel ausreichend Nahrung und Lebensraum.
Zum Schluss noch ein Wort zu den Corona-Regeln: Bei der
Wanderung unter freiem Himmel tragen wir dazu bei, dass die
Inzidenz im Wetteraukreis weiterhin niedrig bleibt. Abstand halten und
Maske tragen sind selbstverständlich. Die Landesregelungen Stufe 2
schreiben außerdem vor, dass alle Teilnehmer ihre Kontaktdaten
erfassen lassen, ein tagesaktueller Test wird empfohlen.
Dr. Stefan Nawrath ist Diplom-Biologe, beschäftigt sich seit mehr als 30
Jahren mit der Ökologie von Wiesen- und Rasen ächen und berät als
Gutachter Kommunal- und Landesbehörden.
Der Verein „Bürgerinitiative Waldpark Skiwiese Bad Nauheim e.V.“ wurde
2005 gegründet, nachdem sich 2004 die Mehrheit der Bad Nauheimer
Bürger für die Skiwiese als allgemein zugängliches Erholungsgebiet
ausgesprochen hatte. Seither unterstützt der Verein die Stadt beim Erhalt
des Waldparks Skiwiese und arbeitet an der Umsetzung des
Waldparkpflegewerkes für dieses einzigartige Kulturdenkmal mit.